Montag, 4. März 2013

Visionäre fordern artenübergreifendes Internet


Diana Reis, Peter Gabriel, Neal Gershfeld und Vint Cerf auf der TED-Konferenz 2013 in Long Beach.
| Copyright: James Duncan Davidson, ted.com



Long Beach (USA) - Eine Gruppe von Wissenschafts-Visionären und berühmten Persönlichkeiten aus Unterhaltung und Medien hat sich zusammengefunden, um die Grundlagen für ein artenübergreifendes Internet zu erarbeiten. Während das "Interspecies Internet" zunächst darauf abzielt, auch andere irdische Arten von Lebewesen an dem Kommunikationsmedium teilhaben zu lassen, steht das Projekt auch unter der Vorgabe eines Tages vielleicht auch von Spezies anderer Planeten zur Kommunikation mit uns Menschen genutzt werden zu können.

Zu den Förderern des Projekts "Interspecies Internet" gehören neben dem "Vater des Internet" und heutigem Google-Vize, dem Informatiker Vint Cerf auch der MIT-Tech-Guru Neal Gershfeld, die Psychologin und Delfinforscherin Professor Diana Reis aber auch Persönlichkeiten wie der Musiker Peter Gabriel.


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Wie das Quartett auf der kürzlichen TED-Konferenz erläuterte, stelle sich angesichts der erstaunlichen kognitiven Leistungen einiger Tierarten wie Delfine, Elefanten, Affen und einiger Vogelarten die Frage, ob diese nicht auch auf ihre Weise am Informations- und Kommunikationsmedium Internet teilhaben könnten.



Musiker Peter Gabriel berichtete über die erstaunlichen musikalischen Fähigkeiten von Bonobos.
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"Einige dieser Tierarten zeigen eine deutlich größere Fähigkeit, unsere Sprache zu verstehen und zu erlernen als umgekehrt", so der Tenor der Visionäre. Die Teilnahme der Tiere am einem artenübergreifenden Internet als Kommunikationsmedium ist für die Forscher und Denker schlussendlich nur eine Frage zu entwickelnder Interfaces, also Schnittstellen zu diesem Medium, die die Tiere verstehen und benutzen können.



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"Wir sollten das Internet nicht nur auf unsere eigenen Art auslegen und nur uns zugänglich machen", so Cerf. Der "Vater des Internet", arbeitet derzeit gemeinsam mit der NASA an der Entwicklung von Standards für ein "Interplanetares Internet" (interplanetary internet, IPN) und damit an einer Erweiterung des Internets in den Weltraum, dessen Netzwerkprotokolle aufgrund der großen Strecken, die von den Signalen im Weltraum zurückgelegt werden, besonders tolerant gegenüber Verzögerungen sein müssen. "Andere Arten sollten ebenfalls an unserem Internet teilnehmen können."


Der "Erfinder des Internet" und Google-Vize Vin Cerf sieht ein artenübergreifendes Internet auch als Vorstufe zur Kommunikation mit Außerirdischen.
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Ein solches System, so der Internet-Visionär abschließend, könne die Menschheit auch darauf vorbereiten, irgendwann einmal Kontakt zu einer außerirdischen Spezies aufzunehmen.


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