Freitag, 1. März 2013

Grundlagen des Lebens im interstellaren Raum entdeckt


Einige der in der interstellaren Gaswolke entdeckten Moleküle (Illu.) vor dem Hintergrund des Green Bank Telescope. | Copyright Bill Saxton, NRAO/AUI/NSF 

Charlottesville (USA) - Im Innern einer Gaswolke im interstellaren Raum in der Nähe des Zentrums unserer Galaxie haben US-Astronomen wichtige präbiotische Moleküle entdeckt. Einmal mehr deutet die Entdeckung daraufhin, dass die Grundlagen des Lebens im All entstanden sind und so junge Planeten befruchten können.

In ihrer Studie untersuchten die Wissenschaftler um Anthony Remijan vom National Radio Astronomy Observatory (NRAO) mit Green Bank Telescope (GBT) in West Virginia eine gigantische Gaswolke in rund 25.000 Lichtjahren Entfernung in der Nähe des Galaktischen Zentrums.


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Eines der nun entdeckten Moleküle, Cyanomethan (Acetonitril) gilt unter Wissenschaftlern als Vorgänger von Adenin und damit einer der vier organischen Komplementärbasen der Desoxyribonukleinsäure (DNA) und der Ribonukleinsäure (RNA). Ein anderes Molekül, Ethanamin, spielt hingegen eine Rolle bei der Bildung der Aminosäure Alanin, einem wichtigen Baustein des Mureins, der Grundsubstanz von Bakterienzellwänden und zugleich einer der 20 proteinogenen Aminosäuren des genetischen Kodes.

"Die Entdeckung dieser Moleküle in einer interstellaren Gaswolke im Zentrum der Milchstraße bedeutet, dass wichtige Bausteine der DNA und Aminosäuren junge Planeten mit den chemischen Vorgängersubstanzen des Lebens befruchten können", so Remijan.


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In jedem Fall der entdeckten interstellaren Moleküle handele es sich um direkte Frühphasen eines vielteiligen chemischen Prozesses, an dessen Ende die Entstehung biologische Moleküle stehen kann. Während der genaue Ablauf dieses Vorgangs noch größtenteils unverstanden ist, könnte die Entdeckung zumindest neue Hinweise darauf liefern, wo diese Prozesse ablaufen.



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Zuvor gingen Wissenschaftler davon aus, dass derartige Prozesse im spärlich zwischen den Sternen vorhandenen Gas stattfinden. Die neue Entdeckung legt nun jedoch nahe, dass sich die chemische Entstehungssequenz für diese Moleküle nicht in Gasen, sondern auf der Oberfläche von eisigen Staubkörnern im interstellaren Raum ereignet.

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Quelle: nrao.edu

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